Meinen Glückwunsch an den Entwickler Sarbakan! Endlich mal wieder ein Xbox Live Arcade Titel, für den man ohne mit der Wimper zu zucken die geforderten 800 Microsoftpunkte über die virtuelle Ladentheke wandern lässt. Das lohnt sich, denn bei “Lazy Raiders” paart sich Innovation mit hoher Zugänglichkeit. Eine Liebe, die fruchtet.
Wahlweise in der Rolle des rundlichen Schatzjägers Diggabone oder alternativ in der unseres eigenen Xbox Live Avatars (inklusive sofort nach dem Kauf freigeschalteten Abenteurer-Outfit) suchen wir in bildschirmgroßen Labyrinthen dieser Welt nach Gold, Juwelen und kostbaren Statuen. Entfernt ähnlich wie bei Sonys Hüpfsack Loco Roco steuern wir dabei nicht unsere Spielfigur, sondern die Welt auf der diese steht. Alles was wir zum Spielen von “Lazy Raiders” benötigen ist der linke Analogstick, mit dem wir das Labyrinth im oder gegen den Uhrzeigersinn unendlich drehen können. Den Rest besorgt die Schwerkraft und so rutscht oder fällt unser Held hoffentlich da hin, wo wir ihn haben wollen. In passenden Situationen kippen wir auch mal das Spielfeld mit der A-Taste um 180° und verändern damit auch gleich das Verhalten einiger Elemente im Spiel. Da spuckt ein Vesuv dann plötzlich kein Feuer mehr, Eisblocks rutschen in den Raum und gewähren uns Durchlass oder Fledermäuse rollen sich zusammen und werden zu gefährlichen Geschossen. Schwierig wird es vor allem dann, wenn sich auf dem Spielfeld auch noch Fallen, rollende Felsen, Kisten und Gegner tummeln, die uns bei einmaliger Berührung aus unserem Forscheranzug werfen und wir fortan als Mumie unterwegs sind. Eingewickelt in Bandagen bedeutet die nächste Verletzung dann erheblich mehr Goldverlust. Und Gold ist das was bei “Lazy Raiders” zählt. Denn nur wer ordentlich kostbares Zeug einsackt, bekommt die Chance in jedem Level drei begehrte Goldstatuen einzuheimsen, um sie in unserem Tresor zu verstauen. Tun wir das besonders schnell, belohnt uns der Ergebnis-Bildschirm nach jedem der 75 Level mit einem zusätzlichen hohen Bonus. Das Schöne daran: die Zeit im Spiel wirkt sich wirklich nur auf die Punktzahl aus. Frustfördernde Zeitlimits, wie sie in diesem Genre immer noch gerne von Entwicklern eingesetzt werden, gibt es hier glücklicherweise nicht. Jedes Level ist ohnehin relativ schnell beendet, allerdings nicht automatisch auch gemeistert. Da kommt man nach Beendigung eines Labyrinths gerne zurück und versucht, sich selbst zu verbessern. So soll es sein.
“Lazy Raiders” ist dank intelligenter Level und der super umgesetzten, innovativen Spielidee ein sehr zu empfehlender Titel, dem jeder Puzzlefan eine Chance geben sollte. Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag von Entwickler Sarbakan. Super!











