Willkommen zurück in Rapture. Die Stadt unter dem Meer, erdacht als Utopia, verkommen zur Hölle. Zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils erwachen wir im Herzen von Rapture. Und das ausgerechnet im Körper eines Big Daddy, die uns im ersten Teil das Fürchten gelehrt haben.
Die Handlung Wir verkörpern nicht irgendeinen Big Daddy, sondern den Prototypen Delta. Ausgerüstet mit allerlei schwerem Geschütz ist unser Koloss auf der Suche nach Elenor, einer ganz bestimmten “Little Sister”, die von ihrer Mutter, der scheinbar leicht wahnsinnigen Dr. Lamb, gefangen gehalten wird. Im Laufe der Geschichte folgen wir Anweisungen diverser Überlebenden über Funk und treffen einige von ihnen dieses Mal sogar persönlich. Dann liegt es an uns über ihr Leben oder Tod zu entscheiden. Denn das wirkt sich später auf den Ausgang der Geschichte aus.
Das Spiel wirft uns in ein heruntergekommenes Rapture, an dessen Art Deco Stil der Zahn der Zeit genagt hat und das unter dem Druck des Ozeans zusammenzubrechen scheint. Aus der Ego-Perspektive stampfen wir durch Gänge und Hallen, immer auf der Suche nach Geld für Waffen und Munition, Gencocktails für neue körperliche Fähigkeiten und natürlich nach Adam. Die Droge, die Rapture zu der Hölle gemacht hat, die sie nun ist. Um an die geliebte Flüssigkeit zu gelangen, bemächtigen wir uns der “Little Sisters”, kleine Mädchen, die mit speziellen Spritzen die Droge aus herumliegenden Leichen ziehen. Dieses Mal sind wir der Beschützer der Mädchen und müssen immer wieder dafür sorgen, das sie von den umherirrenden mutierten Rapture-Bewohnern ungestört ihrer fürchterlichen Arbeit nachgehen können. Wie im ersten Teil liegt es danach aber wieder an uns, ob wir uns mit der von ihnen gesammelten Menge Adam zufrieden geben, oder ob wir dem Mädchen das Leben und damit noch mehr Adam entziehen. Aber Vorsicht! Regelmäßig müssen wir uns hier einer “Big Sister” erwehren, die um einiges rasanter unterwegs ist als ihre männlichen Kollegen.
Das Fazit Abwechslung wird im zweiten Teil groß geschrieben. Und das funktioniert erstaunlich gut. Ob allein oder mit einer kleinen Schwester auf den Schultern spielt sich Bioshock 2 irgendwie weit dynamischer als Teil Eins. Überraschenderweise, denn immerhin spielen wir einen weit schwerfälligeren Big Daddy. Es ist die Atmosphäre im Spiel, die uns so gnadenlos fesselt. Und es sind die immer wieder überraschenden neuen Elemente, die uns begeistern. Deren Höhepunkt ist zweifelsohne der, wenn wir gegen Ende des Spiels die Wirkung der Droge Adam auf die kleinen Schwestern am eigenen Leib erfahren. Der reine Wahnsinn.











